Schwaben
Schwaben steht sowohl für die Volksgruppe der Schwaben (altdeutsch Suaben), die teils mit den Alemannen gleichgesetzt, teils als Untergruppe derselben betrachtet wird, als auch für die Landschaft Schwaben, die im Mittelalter auch als politische Gebietskörperschaft – das Herzogtum Schwaben – existierte und auch später zur Abgrenzung von verschiedenen Korporationen – zum Beispiel Schwäbischer Bund, Schwäbischer Kreis – herangezogen wurde.
Der Begriff Schwaben wird fälschlicherweise oft mit dem historischen Territorium Württemberg oder dem gesamten Bundesland Baden-Württemberg gleichgesetzt.
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[Bearbeiten] Begriffsgeschichte
Zuerst nachgewiesen sind die Schwaben für den Raum nordöstlich der Elbe.
Der Begriff Schwaben tritt in den folgenden Bedeutungen auf:
[Bearbeiten] Volksgruppe und Dialekt
Der Begriff bezeichnet eine Volksgruppe bzw. die Sprecher eines bestimmten Dialekts. Der Begriff wurde zunächst abgeleitet aus dem germanischen Volksstamm der Sueben. In den romanischen bzw. lateinischen Quellen wird dieser Volksstamm teils den Alemani zugerechnet, teils mit ihnen gleichgesetzt, woraus sich der Begriff Alemannen ableitet.
Heutzutage werden als Schwaben vor allem die Sprecher der schwäbischen Dialekte verstanden. Dabei wird oft zwischen den alemannisch sprechenden Badenern (südlich von Rastatt und nördlich von Basel entlang des Rheines), Elsässern, Deutschschweizern, Liechtensteinern und Vorarlbergern sowie den schwäbisch sprechenden Oberschwaben, Württembergern und Bayerisch-Schwaben unterschieden.
Der in der Deutschschweiz und im Elsass manchmal abwertend verstandene Begriff Schwaben geht in der Schweiz auf die Zeit des Schwabenkrieges zurück – jedoch versteht man unter „Schwabe“ als Schimpfwort in der Schweiz generell „Deutsche“. Im Elsass werden bestimmte Eigenheiten zudem als Schwoowweziich (Schwabenzeug) bezeichnet, was unter anderem daher rührt, dass während der Zeit als Reichsland Elsass-Lothringen zwischen 1871 und 1918 versucht wurde, den Elsässern die schwäbische Kehrwoche nahezubringen.
Schwaben ist auch die Bezeichnung für die deutschstämmige Minderheit der Banater Schwaben im Westen Rumäniens in der Region um Timişoara (dt. Temeswar), dem Banat. Dies geht auf die Ansiedlung u.a. von Schwaben als Kolonisten in den sogenannten Schwabenzügen in diesen Gebieten nach der Vertreibung der Osmanen zurück. Zusammen mit der deutschstämmigen Minderheit in der Vojvodina (heute Teil von Serbien), Slawonien (Kroatien) und Südungarn wird diese Volksgruppe Donauschwaben genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Donauschwaben aus der Vojvodina vertrieben, ebenso wie die Angehörigen anderer deutscher Minderheiten in Ostmitteleuropa. Auch ihre Vorfahren wurden ursprünglich als Kolonisten (nicht nur aus Schwaben) ins Land geholt, als die Gebiete zur habsburgischen Donaumonarchie gehörten.
Davon abgeleitet werden insbesondere die deutschsprachigen Österreicher noch heute im ehemaligen Jugoslawien und in Bulgarien als Schwaben (Švabi) bezeichnet. In Tschechien taucht der Begriff švábi (Schwaben) ebenfalls auf, gemeint sind hier aber allgemein die Deutschen.
[Bearbeiten] Landschaft
Die Landschaft Schwaben hat im heutigen Sprachgebrauch keine klaren Grenzen mehr; je nach Verwendung kann sie einen Teil Baden-Württembergs und Bayerns (zwischen Schwarzwald, Bodensee, Allgäuer Alpen, Lech, Wörnitz, Hohenlohe und Heuchelberg) oder als historischer Begriff auch das gesamte alemannische Sprachgebiet bezeichnen, das auch Südbaden, die Deutschschweiz und Vorarlberg, nicht jedoch das Elsass einschließt.
Der Name Suebia bezeichnete wie der Begriff Alamannia ursprünglich das Siedlungsgebiet der Alamannen, die im 3. Jahrhundert den heutigen Südwesten des deutschen Sprachgebiets besiedelt hatten. Sie wurden seit dem 5. Jahrhundert auch als Sueben bezeichnet, entweder wegen teilweise suebischer Abstammung oder neu zugezogener Sueben aus dem Donauraum. Das suebische Reich im heutigen Galicien und dem Norden Portugals seit dem 5. Jahrhundert ging dagegen 585 unter, ohne seinen Namen in der Region zu hinterlassen.
Das auf dem Gebiet des vormaligen Königreichs Alemannien im Frühmittelalter neu errichtete fränkische Herzogtum Schwaben umfasste nahezu das ganze alemannische Sprachgebiet, also auch die deutschen Sprachgebiete der Schweiz und das Elsass.
Mit dem Ende Schwabens als zusammenhängendes Herzogtum und der nachfolgenden Unabhängigkeit der Schweiz wurde diese zunehmend nicht mehr als Teil der Landschaft Schwaben verstanden. In der Nachfolge des Herzogtums Schwabens entstanden unter den habsburgischen Kaisern die Reichslandvogteien Nieder- und Oberschwaben, später zur Landvogtei Schwaben zusammengefasst, die wiederum schließlich an Österreich verpfändet und mit anderen Gebieten zu Vorderösterreich zusammengefasst wurde.
Heutzutage wird als Schwaben oder Schwabenland vor allem das Gebiet verstanden, das von den Sprechern der schwäbischen Dialekte bewohnt wird. Dieses Gebiet verteilt sich auf die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Innerhalb von Baden-Württemberg bewohnen die Schwaben vor allem einen Großteil des ehemaligen Landes Württemberg, während im nördlichen Teil Württembergs Franken wohnen.
In Bayern sind die Schwaben überwiegend im Regierungsbezirk Schwaben vertreten. Neben dem Regierungsbezirk als staatlichen Verwaltungsbezirk gibt es den Bezirk Schwaben als kommunale Gebietskörperschaft. Beide sind für das gleiche Gebiet (das nicht ganz dem historischen Bayerisch-Schwaben entspricht) zuständig, haben jedoch sehr unterschiedliche Aufgaben.
[Bearbeiten] Schwaben und Alemannen
Schwäbische Dialekte gehören sprachwissenschaftlich betrachtet zu den Dialektgruppen des Alemannischen. Dialektale Unterschiede sind ab einer Linie Bad Wildbad–Freudenstadt–Donaueschingen–Stockach–Lindau–Oberstdorf zu finden. Die historische Sprachgrenze entspricht mit einigen Ausnahmen der Landesgrenze von Baden und Württemberg. Der entlang dieser Linie gesprochene Übergangsdialekt ist das Bodenseealemannische. Die Betonung ihrer Eigenständigkeit durch beide Gruppen hat aber andere, nämlich soziopsychologische Gründe aufgrund historisch-politischer Veränderungen (Zugehörigkeiten):
Um sich selbst von den „Schwaben“ abzugrenzen, wurden in der Schweiz allein die Baden-Württemberger als Schwaben bezeichnet.
Die Breisgauer, Ortenauer und Kraichgauer verstanden sich bereits im Spätmittelalter nicht als Schwaben, obwohl sie politisch zum Schwäbischen Kreis gehörten. Nachdem diese Gebiete an Baden gefallen waren, distanzierte sich auch das badische Herrscherhaus von dem Begriff „Schwaben“, auch um sich der ständigen Annektionsgefahr seitens des pietistischen Württembergs zu entziehen und um in staatlicher Neufindung nach den Napoleonischen Kriegen dem neuentstandenen Staat Baden ein Profil als eigenständige Nation zu geben. So sind auch noch heute aus der Sicht vieler Badener nur die Württemberger Schwaben, sie selber aber Badener oder (in Südbaden) Alemannen. Hier wird also – zu Zwecken der Abgrenzung – dem Stammesbegriff Schwaben der politische Begriff Baden und der Stammesbegriff Alemannen gegenübergestellt.
Diese Distanzierungen und kleinen Unterschiede haben Rückwirkungen auf andere Begriffe: In Bezug auf die Fasnet wird daher der Begriff „schwäbisch-alemannisch“ verwendet. Der Begriff „Schwäbisches Meer“ für den Bodensee wurde zumindest seit dem Unabhängigkeitskrieg der Schweiz (Schwabenkrieg) nur noch auf ehemaliger reichsdeutscher Seite verwendet. Die Anwohner der bundesdeutschen Bodenseeregion selbst verstehen sich im Osten – in Abgrenzung zu den alt-württembergischen Schwaben – als Oberschwaben. Die Bevölkerung des westlichen Bodenseeraums, in den in der Säkularisierung 1803 an Baden gefallenen Gebieten um Überlingen und Konstanz, betrachtet sich dagegen als Badener und Alemannen.
In Mittelschwaben, dem nördlichen Teil des bayerischen Bezirks Schwaben, wird dagegen der Begriff Schwaben sehr gern benutzt, um sich vom altbairischen und fränkischen Teil Bayerns abzugrenzen, nicht jedoch im Allgäu, wo der Begriff Schwabe sogar oftmals als Schimpfwort gebraucht wird und eher Verbundenheit mit den alpinen Nachbarn gesucht wird. Die alemannische Bevölkerung in Vorarlberg versteht die enge sprachlich-kulturelle Verbindung zu den alemannischen Schweizern und Schwaben.
Bezeichnend für Baden-Württemberg ist die freundschaftliche Rivalität zwischen dem schwäbischen und dem badischen Bevölkerungsteil, die spätestens seit der Volksabstimmung 1951 hinsichtlich der Schaffung eines gemeinsamen Südweststaates wiederaufgeflammt ist.
[Bearbeiten] Geschichte
Etymologisch geht der Name „Schwaben“ auf die Sueben, eine Stammesgruppe germanischer Völker, zurück. Verschiedene Chronisten, wie Tacitus und Ptolemäus, verwendeten den Ausdruck Sueben als Sammelbegriff für eine Stammesgruppe, die unterschiedliche Stämme umfasste, und deren ursprüngliche Siedlungsgebiete zwischen Ostsee und Sudetengebirge vor allem im Gebiet der Elbe lagen. Nach heutigen archäologischen Befunden werden diese Stämme hauptsächlich als elbgermanisch eingeordnet. Vor und während des dritten Jahrhunderts wanderten viele dieser Elbgermanen nach Süddeutschland ein und besetzten die römischen Agri decumates. Zusammen mit den zurückgebliebenen Angehörigen der zuvor hier ansässigen Kelten bildete sich aus ihnen in der Folgezeit die Volksgruppe der Alemannen, die in der Folge auch den Voralpenraum besiedelten und sich im 5. Jahrhundert in alle Richtungen ausdehnten, und dabei in Konflikt mit den Franken und Burgundern gerieten. Aus anderen elbgermanischen Verbänden bildeten sich unter Einbeziehung anderer Stammessplitter die Stämme der Bayern und Thüringer. Ein weiterer Teilstamm suebischer Abstammung errichtete nach 407 in Nordwesten der iberischen Halbinsel ein Reich, das bis 585 bestand.
Im frühen Mittelalter waren aus den im Siedlungsgebiet der Alemannen vorherrschenden punktuellen, ortsbezogenen Einflussbereichen flächige Gebietsherrschaften geworden. Es entstand das Königreich Alemannien, das aber bald von den Franken unter Chlodwig I. und Theudebert I. unterworfen wurde. Von Beginn des 6. Jahrhunderts an stand Alemannien als Stammesherzogtum unter fränkischer Oberhoheit, es war zwar zur Heerfolge verpflichtet, genoss aber innenpolitisch einen hohen Grad an Autonomie. Als es Mitte des 8. Jahrhunderts zu Aufständen der Alamannen kam, wurden die alamannischen Adligen von den Franken ermordet und das Stammesherzogtum aufgelöst. Nach Durchführung der Grafschaftsreform entstand im Ostfränkischen Reich dann das territorial verkleinerte Herzogtum Schwaben, das vorrangig der Kontrolle der Alpenpässe diente.
Von 1079 bis 1098 stritten die Zähringer und die Staufer um die Vorherrschaft in diesem Herzogtum, bis schließlich ein Kompromiss gefunden wurde, bei dem die Staufer den Titel eines Herzogs von Schwaben für sich behalten konnten. Das dritte im Herzogtum Schwaben mächtige Geschlecht waren die Welfen, deren Hausbesitz im Schussengau um Ravensburg und Altdorf schließlich durch einen Erbvertrag von Welf VI., Herzog von Spoleto, an dessen Neffen Friedrich I. Barbarossa fiel. Unter Kaiser Friedrich II. wurde das staufische Hausgut, als das sie auch das Herzogtum Schwaben betrachteten, Krongut der staufischen Kaiser. Während der Zeit des Interregnums von 1250 bis 1273 waren die einzelnen Teilherrschaften Schwabens sozusagen herrenlos, da es keinen Herzog gab, und verwalteten sich selbst. Als 1273 Rudolf I. von Habsburg deutscher König wurde, schrieb er viele der Regierungsprivilegien schwäbischer Städte und Stifte als Reichsfreiheit fest. Damit hörte das Herzogtum Schwaben als politische Einheit auf zu existieren und zerfiel in einzelne Grafschaften und die reichsstädtischen und reichsklösterlichen Herrschaften.
Als Deutscher Bauernkrieg (auch Erhebung des gemeinen Mannes) wird die Ausweitung lokaler Bauernaufstände ab 1524 in weiten Teilen des süddeutschen Sprachraumes (Süddeutschland, Österreich und der Schweiz) bezeichnet, wobei die Bauern mit ihren Zwölf Artikeln erstmals fest umrissene Forderungen formulierten. Parallelen zu den in den Zwölf Artikeln erhobenen Forderungen finden sich später in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und den Forderungen der Französischen Revolution wieder.
Die meisten Freien Reichsstädte, Reichsstifte und anderen kleineren und größeren Herrschaften (das Gebiet des Reichsklosters Weingarten umfasste halb Oberschwaben) blieben bis zur Mediatisierung bzw. Säkularisation nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 bestehen.
Die traditionsreiche Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben (ZHVS) ist für die historische Darstellung der Region Bayerisch-Schwaben das maßgebliche Publikationsorgan. Die Einzelbände enthalten in der Regel auch eine ausführliche Bibliographie zu den Neuerscheinungen für die Wissensbereiche Kultur, Geschichte, Wirtschaft, Soziales und Gesellschaft.
[Bearbeiten] Bekannte schwäbische Persönlichkeiten
Nicht alle hier aufgeführten Personen empfinden sich selber als Schwaben, sind aber zumindest dort geboren oder aufgewachsen.
[Bearbeiten] Erfinder
- Johannes Kepler (* 1571 in Weil der Stadt) entwickelte das astronomische Teleskop und beschrieb die Gesetze der Planetenbewegung
- Wilhelm Schickard (* 1592 in Herrenberg) Astronom und Mathematiker. Baute die erste Rechenmaschine
- Die erste Zeitung erschien 1597 in Rorschach. Rorschach ist heute schweizerisch, gehörte damals zur Liga Sveviae
- Philipp Matthäus Hahn (* 1739 in Scharnhausen) Pfarrer und „Mechanikus“. Begründer der feinmechanischen Industrie auf der Alb
- Albrecht Ludwig Berblinger (* 1770 in Ulm), bekannt als Schneider von Ulm, war Flugpionier, Erfinder und Schneider
- Friedrich Kammerer (* 1796 in Ehningen) erfand 1831 das Streichholz und ein Jahr später dessen industrielle Herstellung
- Conrad Dietrich Magirus (* 1824 in Ulm), Ingenieur und Commerzienrat, Erfinder der Drehleiter, Vater des deutschen Feuerwehrwesens
- Matthias Hohner (* 1833 in Trossingen) stellte Mundharmonikas und Akkordeons her
- Gottlieb Daimler (* 1834 in Schorndorf) Automobilbauer und Gründer der Daimler AG
- Ferdinand Graf von Zeppelin (* 1838 in Konstanz) konstruierte das erste lenkbare Luftschiff, den „Zeppelin“
- Margarete Steiff (* 1847 in Giengen an der Brenz) gründete die weltweit bekannte Spielwarenfabrik Steiff
- Ottmar Mergenthaler (* 1854 in Hachtel) erfand die Schriftsetzmaschine „Linotype“
- Robert Bosch (* 1861 in Albeck), Entwickler von Automobil- und Elektrotechnik, Gründer der Robert Bosch GmbH, wo u. a. die Stichsäge erfunden wurde
- Carl Laemmle (* 1867 in Laupheim) emigrierte 1884 nach Chicago; er gründete 1912 die Universal Studios in Los Angeles und damit Hollywood
- Albert Einstein (* 1879 in Ulm), Nobelpreisträger und Begründer der Relativitätstheorie
- Johann Bruecker (* 1881 in Stara Pazova, Serbien) erfand 1915 einen Trockenrasierapparat
- Ernst Heinkel (* 1888 in Grunbach) entwickelte 1938 die „He 176“, das erste raketenbetriebene Flugzeug
- Wilhelm Emil Fein (* 1842 in Ludwigsburg) konstruierte 1895 das weltweit erste Elektrowerkzeug, die elektrische Handbohrmaschine
- Andreas Stihl (* 1896 in Zürich), 1950 stellte Stihl (Firmensitz in Waiblingen) die erste Einmann-Benzin-Motorsäge der Welt vor
- Hans Liebherr (* 1915 in Kaufbeuren) erfand 1949 den mobilen Turmkran
- Artur Fischer (* 1919 in Waldachtal) erfand 1949 ein Blitzlichtgerät für Fotoapparate mit synchroner Auslösung, 1958 den Fischer-Dübel aus Nylon, das „Fischertechnik“-Baukastensystem, Dübel zum Fixieren von Knochenbrüchen, kompostierbares Kinderspielzeug aus Kartoffelstärke u. v. m.
[Bearbeiten] Politiker
- Matthias Erzberger (* 1875 in Buttenhausen bei Münsingen), Politiker im Kaiserreich und Reichsminister in der Weimarer Republik.
- Theodor Heuss (* 1884 in Brackenheim), Bundespräsident von 1949 bis 1959
- Kurt Georg Kiesinger (* 1904 in Ebingen), Bundeskanzler von 1966 bis 1969
- Richard von Weizsäcker (* 1920 in Stuttgart), Bundespräsident von 1984 bis 1994
- Manfred Rommel (* 1928 in Stuttgart), ehemaliger Oberbürgermeister von Stuttgart
- Manfred Wörner (* 1934 in Stuttgart), 1982 bis 1988 Bundesverteidigungsminister und 1988 bis 1994 NATO-Generalsekretär
- Klaus Kinkel (* 1936 in Metzingen), Bundesjustizminister 1992/93, Bundesaußenminister von 1992 bis 1998 und Vizekanzler von 1993 bis 1998
- Lothar Späth (* 1937 in Sigmaringen), Politiker und Manager, von 1978 bis 1991 Ministerpräsident von Baden-Württemberg
- Erwin Teufel (* 1939 in Zimmern ob Rottweil), Ministerpräsident Baden-Württemberg von 1991-2005, CDU
- Horst Köhler (* 1943 in Skierbieszów/Polen), aufgewachsen in Ludwigsburg, Bundespräsident von 2004-2010
- Jürgen W. Möllemann (* 1945 in Augsburg), von 1987 bis 1991 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, von 1991 bis 1993 Bundesminister für Wirtschaft und von 1992 bis 1993 deutscher Vizekanzler
- Claudia Roth (* 1955 in Ulm) ist eine deutsche Politikerin und seit 2004 Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Claudia Roth wuchs in Babenhausen bei Memmingen auf.
- Cem Özdemir (* 1965 in Bad Urach), Politiker türkischer Abstammung und Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen
- Theodor „Theo“ Waigel (* 22. April 1939 in Oberrohr, Gemeinde Ursberg, Schwaben (Bayern)) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er war von 1989 bis 1998 Bundesminister der Finanzen und von 1988 bis 1999 CSU-Vorsitzender.
[Bearbeiten] Künstler und Philosophen
- Albertus Magnus (* um 1200 in Lauingen (Donau)) Kirchenlehrer
- Konrad Witz (* um 1400 in Rottweil), Maler
- Hans Holbein der Ältere (* um 1465 in Augsburg), Maler
- Hans Burgkmair der Ältere (* 1473 in Augsburg) Maler, Zeichner und Holzschneider
- Hans Holbein der Jüngere (* 1497 oder 1498 in Augsburg) Maler
- Jörg Breu der Jüngere (* nach 1510 in Augsburg) Maler, Miniaturist, Zeichner
- Elias Holl (* 1573 in Augsburg) Baumeister
- Abraham a Sancta Clara (* 1644 in Kreenheinstetten), Prediger, Schriftsteller
- Sebastian Sailer (* 1714 in Weißenhorn), Prämonstratenser, Prediger, Schriftsteller des Barock. Bekannt durch seine Komödien in oberschwäbischem Dialekt gilt er als Begründer und Meister der schwäbischen Mundartdichtung.
- Leopold Mozart (* 1719 in Augsburg), Komponist und Vater von Wolfgang Amadeus Mozart
- Christoph Martin Wieland (* 1733 in Oberholzheim), Dichter, Übersetzer und Herausgeber zur Zeit der Aufklärung.
- Friedrich Schiller (* 1759 in Marbach am Neckar), Dichter
- Friedrich Hölderlin, (* 1770 in Lauffen am Neckar), bedeutender Lyriker.
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 1770 in Stuttgart), Philosoph und zentraler Vertreter des Deutschen Idealismus.
- Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (* 1775 in Leonberg), Hauptvertreter der Philosophie des Deutschen Idealismus.
- Michael von Jung (* 1781 in Saulgau), Pfarrer und Dichter von Grabliedern.
- Justinus Kerner (* 1786 in Ludwigsburg), Dichter, Arzt und medizinischer Schriftsteller.
- Ludwig Uhland (* 1787 in Tübingen), Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker.
- Gustav Schwab (* 1792 in Stuttgart), Pfarrer, Schriftsteller der Schwäbischen Dichterschule.
- Wilhelm Hauff (* 1802 in Stuttgart), Schriftsteller der Epoche des Biedermeier.
- Eduard Mörike (* 1804 in Ludwigsburg), Lyriker der Schwäbischen Dichterschule, Erzähler und Übersetzer sowie Pfarrer.
- Hermann Hesse (* 1877 in Calw), Dichter, Schriftsteller, Maler und Literatur-Nobelpreisträger.
- Wendelin Überzwerch, (* 1893 in Memmingen), Schriftsteller, Mundartdichter.
- Willy Reichert (* 1896 in Stuttgart), Komiker, Volksschauspieler und Sänger.
- Bertolt Brecht (* 1898 in Augsburg), einflussreichster deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts.
- Wilhelm Weismann (* 1900 in Alfdorf), Komponist und Musikwissenschaftler.
- Werner Egk (* 1901 in Auchsesheim, heute zu Donauwörth), Komponist und Vertreter des deutschen Neoklassizismus.
- Oscar Heiler (* 1906 in Stuttgart), Komiker und Volksschauspieler.
- HAP Grieshaber (* 1909 in Rot an der Rot), Maler und Grafiker.
- Thaddäus Troll (* 1914 in Stuttgart-Cannstatt), Schriftsteller.
- Martin Egg (* 1915 in Krumbach (Schwaben)), schwäbischer Heimatdichter.
- Walter Schultheiß (* 1924 in Tübingen), Schauspieler, Autor und Maler.
- Gotthilf Fischer (* 1928 in Plochingen), Musiker und Chorleiter.
- Manfred Hepperle (* 1931 in Ravensburg), Mundartdichter, Kabarettist, Autor, Zeichner.
- Helmuth Rilling (* 1933 in Stuttgart), Kirchenmusiker, Dirigent und Musikpädagoge.
- Dietz-Werner Steck (*1936 in Waiblingen), Schauspieler.
- Hans W. Geißendörfer (* 1941 in Augsburg), Regisseur, Autor, Produzent
- Wolle Kriwanek, (* 1949 in Stuttgart-Stammheim) Liedermacher in Schwäbischer Mundart.
- Albin Braig (* 1951 in Stuttgart), schwäbischer Mundartschauspieler.
- Uli Keuler (* 1952 in Kirchheim unter Teck), Kabarettist.
- Mathias Richling, (* 1953 in Waiblingen), Kabarettist, Autor und Schauspieler.
- Harald Schmidt (* 1957 in Neu-Ulm), Schauspieler, Kabarettist, Schriftsteller und Moderator.
- Werner Koczwara (* 1957 in Schwäbisch Gmünd), Kabarettist.
- Andreas Eschbach (* 1959 in Ulm), Schriftsteller.
- Christoph Sonntag (* 1962 in Waiblingen), Kabarettist.
- Thomas D (* 1968 in Ditzingen), Musiker.
[Bearbeiten] Widerstandskämpfer im Dritten Reich
- Eugen Anton Bolz (* 1881 in Rottenburg am Neckar) war Politiker der Zentrumspartei
- Reinhold Frank (* 1896 in Bachhaupten), Rechtsanwalt. Wurde im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt.
- Johann Georg Elser (* 1903 in Hermaringen) verübte am 8. November 1939 das Attentat auf Adolf Hitler im Bürgerbräukeller in München
- Claus Schenk Graf von Stauffenberg (* 1907 in Jettingen) verübte am 20. Juli 1944 das Attentat auf Adolf Hitler im Führerhauptquartier bei Rastenburg in Ostpreußen
- Bebo Wager (* 1905 in Augsburg)
- Sophie Scholl (* 1921 in Forchtenberg)
[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten
- Agnes Bernauer (* um 1410 in Augsburg)
- Konrad Peutinger (* 1465 in Augsburg), Jurist, Humanist, Antiquar
- Jakob Fugger der Reiche (* 1459 in Augsburg), Kaufmann und Bankier
- Bartholomäus V. Welser (* 1484 in Memmingen), Kaufmann und Bankier
- Sebastian Kneipp (* 1821 in Stephansried bei Ottobeuren), Priester und Hydrotherapeut
- Karl Pfizer (* 1824 in Ludwigsburg), Gründer des Pfizer Pharmakonzern
- Theodor Bilharz (* 1825 in Sigmaringen), Mediziner und Entdecker der Bilharziose
- Hans Karl von Euler-Chelpin (* 1873 in Augsburg), Chemiker, Nobelpreisträger
- Hugo Ferdinand Boss (* 1885 in Metzingen), Bekleidungshersteller
- Erwin Rommel (* 1891 in Heidenheim an der Brenz), Generalfeldmarschall der Deutschen Wehrmacht im 3. Reich, genannt der „Wüstenfuchs“
- Magda Schneider (* 1907 in Augsburg), Schauspielerin
- Walter Kasper (* 1933 in Heidenheim), Kardinal
- Karl Lehmann (* 1936 in Sigmaringen), katholischer Kardinal und Würdenträger
- Dieter Hundt (* 1938 in Esslingen am Neckar), Unternehmer, Präsident der BDA und Aufsichtsratsvorsitzender des VfB Stuttgart
- Helmut Haller (* 1939 in Augsburg), Fußballspieler
- Kurt F. Viermetz (* 1939 in Augsburg), Aufsichtsratschef der Deutschen Börse, Bankier, Mäzen im Bereich der Kunst, Kultur und Wissenschaft
- Roland Emmerich (* 1955 in Stuttgart-Obertürkheim), Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor
- Erhard Wunderlich (* 1956 in Augsburg), Handballer
- Jürgen Klinsmann (* 1964 in Göppingen), Fußballspieler und Trainer
[Bearbeiten] Schwaben als Namensgeber
- Der Zeppelin LZ 10 der DELAG wurde 1911 auf den Namen „Schwaben“ getauft.
- Bei der Antarktis Expedition von 1938/1939 bekam der entdeckte Landstrich den Namen „Neuschwabenland“.
- Ein Passagierschiff der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB) (auch Weiße Flotte (Bodensee)) trägt den Namen „MS Schwaben“.
- Der Schnellzug DC 962 der Deutschen Bundesbahn von Nürnberg nach Karlsruhe trug den Namen "Schwabenland".
[Bearbeiten] Berühmte Vertreter in der Literatur
Die Sieben Schwaben; Äffle und Pferdle; Häberle und Pfleiderer; Hannes und der Bürgermeister;
Ferner ein verbreiteter Familienname im deutschen Sprachraum als Schwab, Schwob, italienisch: Svevo oder Schwabe (zum Beispiel Samuel Heinrich Schwabe, 1789-1875, deutscher Astronom).
[Bearbeiten] Idiomatische Verwendungen
Schwabenalter; Schwabenkinder; Schwabenstreich; Schwabenpreise;
[Bearbeiten] Literatur
- Wolfgang Wüst - Georg Kreuzer - David Petry (Hgg.): Grenzüberschreitungen. Die Außenbeziehungen Schwabens in Mittelalter und Neuzeit. Interdisziplinäres und internationales Symposion zum 100. Band der Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben, Irsee 22.-24. November 2007 (ZHVS 100) Augsburg 2008, ISBN 978-3-89639-674-7
- Hermann Wax: Etymologie des Schwäbischen – Geschichte von mehr als 4.300 schwäbischen Wörtern, Ulm 2005, ISBN 3-9809955-1-8
- Thaddäus Troll: Deutschland deine Schwaben. Im neuen Anzügle. Vordergründig und hinterrücks betrachtet, Neuausgabe Tübingen 2007, ISBN 978-3-87407-772-9
- G. Poggenpohl: Schwäbische Küche, Verlag EDITION XXL, ISBN 3-89736-140-X
- Alfons Zettler: Geschichte des Herzogtums Schwaben, Stuttgart 2003
- K. Graf: Das „Land“ Schwaben im späten Mittelalter. In: P.Moraw (Hrsg.): Regionale und soziale Gruppen im deutschen Mittelalter. Duncker & Humblot, Berlin 1992 (Zeitschrift für historische Forschung Beiheift Nr. 14), S.127-164, ISBN 3-428-07472-6
- Gerhard Raff: Die schwäbische Geschichte. Hohenheim Verlag Stuttgart Leipzig 2000.
- Werner Rudolf Stirnweiss, Sprache, Sitte und Brauch einer schwäbischen Ackerbürgerstadt (= Höchstädt a.d. Donau) des mittleren Donaugebietes um die Jahrhundertwende, phil. Diss. München 1975
- Anton Hunger: Gebrauchsanweisung für Schwaben, Piper, ISBN 978-3-492-27559-0
Zeitschriften:
- Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben. Hrsg. von Historischer Verein für Schwaben, Augsburg 1834 ff., Wißner Verlag Augsburg ISSN 0342-3131
- Suevica. Beiträge zur schwäbischen Literatur- und Geistesgeschichte. Hrsg. von Reinhard Breymayer; Verlag Hans-Dieter Heinz, Akademischer Verlag Stuttgart, ISSN 0179-2482
- Schönes Schwaben. Land und Leute erleben. Silberburg-Verlag, Tübingen. Erscheint monatlich mit einem Doppelheft im Juli/August, ab Mai 2007 22. Jahrgang. ISSN 0931-2323
[Bearbeiten] Siehe auch
- Schwäbische Dialekte, Alemannische Dialekte
- Herzogtum Schwaben
- Liste der Gaue von Alamannien/Schwaben, dem Elsass und von Hochburgund
- Oberschwaben
- Schwabenkinder
- Schwäbische Eisenbahn
- Oberschwäbische Barockstraße, Schwäbische Bäderstraße
- Kaukasiendeutsche
- Gelbfüßler
[Bearbeiten] Weblinks
- Schwabenbilder Zur Konstruktion eines Nationalcharakters Begleitband zu einer Ausstellung des Ludwig-Uhland Institut für Empirische Kulturwissenschaften, 1997 (PDF-Datei; 9,10 MB)
- Sprachliche Betrachtung des Schwäbischen
- Schwäbisches Kulturarchiv
- d'Schwobakonnektschn – Portal schwäbischer Internet-Seiten
- Burgen, Schlösser, Brauchtum, Dichter, Kultur, Biografien, Rezepte usw. aus dem Schwabenland
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