Otto-Friedrich-Universität Bamberg
| Otto-Friedrich-Universität Bamberg | |
|---|---|
| Gründung | 1647 (Erstgründung) 1972 (Wiedergründung) |
| Ort | Bamberg |
| Bundesland | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Godehard Ruppert |
| Studenten | 9.143 (WS 2009/10) |
| Mitarbeiter | etwa 870 |
| davon Professoren | 138 |
| Jahresetat | 55 Mio. € (Plan für 2008) |
| Website | www.uni-bamberg.de |
Die Otto-Friedrich-Universität in Bamberg ist eine der ältesten und zugleich die drittjüngste Universität in Bayern. Sie hat einen fachlichen Schwerpunkt in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie in der Angewandten Informatik.
Zwei der vier Fakultäten der Universität sind im Stadtzentrum angesiedelt. Die Universität Bamberg verfolgt unter dem Konzept „Universität in der Stadt“ das Ziel, die Fakultäten in der Innenstadt zu konzentrieren und weiter auszubauen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Sie wurde 1647 unter dem Namen Academia Bambergensis von Fürstbischof Melchior Otto Voit von Salzburg gegründet mit den Fakultäten Theologie und Philosophie und wurde später bis 1770 nach ihrem Gründer als Academia Ottoniana bezeichnet. Im 18. Jahrhundert unter Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn und Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim erfolgte die Gründung der Fakultäten Jura und Medizin. Somit umfasste sie die vier klassischen Fakultäten und wurde 1773 von Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim zur Universität mit dem Namen Universitas Ottoniano Fridericiana, nach ihren beiden Stiftern, erhoben.
1803 wurde die Universität im Zuge der Säkularisation des Hochstifts aufgehoben. Katholische Theologie konnte jedoch weiterhin in einem Lyzeum studiert werden, so dass die Tradition als Universität nie wirklich unterbrochen war.
Im Jahr 1972 wurde die Philosophisch-Theologische Hochschule, welche 1923 gegründet wurde und die die Tradition der alten Universität fortführte, mit der Pädagogischen Hochschule (errichtet 1958) in der Gesamthochschule Bamberg zusammengefasst. 1979 erfolgte die Umbenennung der einzigen staatlichen Gesamthochschule Bayerns in eine Universität. Am 1. Januar 1988 erhielt die Universität Bamberg ihren alten Namen zurück und heißt seitdem Otto-Friedrich-Universität.
[Bearbeiten] Universitätsleitung
Die Universitätsleitung besteht aus dem Vorsitzenden, der den Titel Präsident führt, der Vizepräsidentin und dem Vizepräsidenten mit den Ressortbereichen Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs bzw. Lehre und Studierende sowie der Kanzlerin.[1] Dem Präsidium gehören an:
- Godehard Ruppert (Präsident)
- Sebastian Kempgen (Vizepräsident)
- Anna Susanne Steinweg (Vizepräsidentin)
- Dagmar Steuer-Flieser (Kanzlerin)
Zusammen mit den Dekanen der Fakultäten wird die Erweiterte Universitätsleitung gebildet.
Dem Hochschulrat gehören neben den gewählten acht Senatsmitgliedern acht externe Mitglieder an:
- Christoph Bode (Ludwig-Maximilians-Universität München)
- Herbert G. Brauner (AWT Audit Wirtschaftstreuhand AG Bamberg)
- Jürgen Ederleh (Hochschul-Informations-System GmbH Hannover)
- Helmut Hoyer (Fernuniversität in Hagen)
- Gerhard Lindner (Hochschule Coburg)
- Hans Georg Lößl (Universität der Bundeswehr München)
- Gertrud Nunner-Winkler (Max-Planck-Institut für psychologische Forschung München)
- Renate Wittern-Sterzel (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
- Frauenbeauftragte der Universität (Mitglied ohne Stimmrecht)
Frühere Rektoren und Präsidenten seit der Wiedergründung:
- Othmar Heggelbacher und Elisabeth Roth: 1972-1973 (Doppelrektorat)
- Elisabeth Roth: 1973-1976
- Siegfried Oppolzer: 1976-1992
- Alfred E. Hierold: 1992-2000
[Bearbeiten] Fakultäten
Die Universität hat heute vier Fakultäten:
- Geistes- und Kulturwissenschaften (ehemalige Fakultäten Theologie, Sprach- und Literaturwissenschaft und Geschichts- und Geowissenschaft, sowie Philosophie)
- Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
- Humanwissenschaften (ehemalige Fakultät Psychologie, Pädagogik und Philosophie, wobei die Philosophie jetzt in der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften angesiedelt ist)
- Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik
Nach den in einem Zusatzprotokoll zum Konkordat getroffenen Vereinbarungen zwischen dem Freistaat Bayern und dem Vatikan wurde die Fakultät Katholische Theologie zu einem Institut im Rahmen der Lehrerbildung umstrukturiert. Seit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 ist dieses Institut in die Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften integriert.
Die Studierendenzahlen sind nach der amtlichen Fakultätenstatistik im WS 2009/10:
- Geistes- und Kulturwissenschaften: 3.627
- Sozial- und Wirtschaftswissenschaften: 3.079
- Humanwissenschaften: 1.831
- Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik: 587
- Fakultäten nicht zuzuordnen: 19
Gesamt: 9.143 Der Anteil weiblicher Studierender beträgt 63% (5.767 zu 3.376), der Anteil ausländischer Studierender 6,4%.
[Bearbeiten] Profilschwerpunkte
- Sprachbasierte Gebietsstudien: unter anderem Orientalistik und Slavistik
- Mittelalterforschung und angewandte Kulturgutsicherung
- Verhaltenswissenschaften: Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie
- Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Europa
- Angewandte Informatik
[Bearbeiten] DFG-Graduiertenkollegs
- Generationenbewusstsein und Generationenkonflikte in Antike und Mittelalter
- Märkte und Sozialräume in Europa
[Bearbeiten] Lage
Die Gebäude der Universität sind zum großen Teil historische Gebäude, die für die Universität umgenutzt wurden und überwiegend im Kern der Bamberger Altstadt liegen. Dazu zählen das ehemalige Jesuitenkolleg (Theologie), das ehemalige Hochzeitshaus (Geschichtswissenschaften), das ehemalige Schlachthaus (Geographie), aber auch der ehemalige Bauhof (Kommunikationswissenschaften) sowie die ehemalige Feuerwache (Orientalistik) der Stadt. Die Sprach- und Literaturwissenschaften sind zum Teil in Gebäuden untergebracht, die vorher zum Kaiser-Heinrich-Gymnasium gehörten. Die Fakultät Humanwissenschaften befindet sich in der ehemaligen Frauenklinik am Markusplatz (Marcushaus).
Die beiden Fakultäten „Sozial- und Wirtschaftswissenschaften“ und „Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik“ sind in einem Neubau in der Feldkirchenstraße im Osten Bambergs zu finden und stellen einen großen Teil der Studenten. Dieser Gebäudekomplex wird allgemein als „Feki“ bezeichnet. Hier befinden sich auch die Zentralbibliothek und das Rechenzentrum der Universität. Daneben entstand eine neue Mensa, die zum Wintersemester 2009/10 ihren Regelbetrieb aufgenommen hat und vom Studentenwerk Würzburg betrieben wird.
Zur Zeit entstehen auf dem Gelände der früheren Frauenklinik am Markusplatz ein neues Hörsaal- und ein weiteres Institutsgebäude. In den nächsten Jahren soll ein ein weiterer Großbau, voraussichtlich auf der so genannten Regnitz-Insel (ehemaliges ERBA-Gelände) hinzukommen. In einem bereits bestehenden Ziegelbau sollen etwa 300 Studentenappartements entstehen. Daran anschließend soll ein 14.000 m² großer Neubau entstehen, der den zukünftig zu erwartenden Studentenströmen Platz bieten soll.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Otto-Friedrich-Universität Bamberg
- Feki.de - Studentisches Portal mit Informationen über Studienmöglichkeiten, Freizeit usw.
- UniWiki
- Uni-Vox, das Studentenradio der Universität Bamberg
- Ottfried - Die Bamberger Studentenzeitung
Staatliche Universitäten: Universität Augsburg | Otto-Friedrich-Universität Bamberg | Universität Bayreuth | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg | Ludwig-Maximilians-Universität München | Technische Universität München | Universität der Bundeswehr München | Universität Passau | Universität Regensburg | Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Kirchliche- und Private Hochschulen: Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt | Hochschule für Philosophie München | Ukrainische Freie Universität München | Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Kunsthochschulen: Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth | Akademie der Bildenden Künste München | Hochschule für Fernsehen und Film München | Hochschule für Musik und Theater München | Akademie der Bildenden Künste Nürnberg | Hochschule für Musik Nürnberg | Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg | Hochschule für Musik Würzburg
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