Molare Masse
Die molare Masse (auch Molmasse; unüblich stoffmengenbezogene Masse) hat das Formelzeichen M und die Einheit Gramm pro Mol (Einheitenzeichen: g/mol). Die molare Masse ist der Quotient aus der Masse und der Stoffmenge eines Stoffes, also der Stoffmenge eines Systems, das aus ebenso vielen Einzelteilchen besteht, wie Atome in 12 Gramm des Nuklids Kohlenstoff-12 (12C) enthalten sind. Sie ist in einer Verbindung die Summe aller Atommassen der einzelnen Elemente in einem Mol.
Zur Unterscheidung: Der Begriff Molekülmasse ist die Summe aller Atommassen der einzelnen Elemente in einem Molekül.
Gegenüber der Masse ist die molare Masse keine extensive Größe, sondern eine Stoffkonstante, also eine intensive Größe.
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[Bearbeiten] Definition
Ein Mol einer Substanz ist die Stoffmenge, die aus ebenso vielen Teilchen besteht wie zwölf Gramm des Kohlenstoff-Isotops 12C. Diese Teilchenzahl beträgt etwa 6,022·1023; sie ist identisch mit dem Zahlenwert der Avogadro-Konstante (NA) in der Einheit mol−1.
Hierbei stehen die einzelnen Formelzeichen für folgende Größen:
- m – Masse
- n – Stoffmenge
- NA – Avogadro-Konstante
- mM – Teilchenmasse
In der Physik wird die Avogadrokonstante gelegentlich auch unter Verwendung der Einheit kmol−1 als 6,022·1026 kmol−1 geschrieben; dann stellen sich nämlich handliche Zahlenwerte für die Masse in der SI-Basiseinheit Kilogramm ein. Beispiel:
- 6,022·1023 12C-Atome haben eine Masse von 12 g
- 6,022·1026 12C-Atome haben eine Masse von 12 kg
[Bearbeiten] Bestimmung der molaren Masse
Viele Methoden zur Bestimmung der Molmasse beruhen auf der Messung von Effekten, deren Größe nur abhängig von der Anzahl der verursachenden Teilchen, nicht aber von deren Masse. Zu diesen Methoden zählt die Messung der Gefrierpunktserniedrigung (Kryoskopie), die Messung der Siedepunktserhöhung (Ebullioskopie) und Osmometrie. Bei der Massenspektrometrie ergibt sich die relative Molmasse aus dem Molekülpeak. In der hochauflösenden Massenspektrometrie kann die Molmasse mit vier Nachkommastellen ermittelt werden, so dass auch die Summenformel bestimmt werden kann.[1]
[Bearbeiten] Berechnung molarer Massen
Die molare Masse einer Verbindung kann berechnet werden, wenn man ihre Summenformel kennt: Zu jedem Element entnimmt man aus der Summenformel die Indexzahl – sie steht in der Summenformel hinter dem Elementsymbol. Zu jedem Element muss man dann z. B. aus Tabellen die molare Masse entnehmen – ihr Zahlenwert ist gleich der relativen Atommasse. Dann erhält man die molare Masse als Summe der molaren Massen der Elemente, die die Verbindung aufbauen:
Die molare Masse einer Verbindung ist gleich der Summe aus den molaren Massen der Elemente multipliziert mit ihren Indexzahlen.
[Bearbeiten] Beispiel: Wasser (H2O)

[Bearbeiten] Beispiele
Aus den molaren Massen der chemischen Elemente kann man die molaren Massen aller Verbindungen berechnen.
| Element | Elementsymbol | Ordnungszahl | Molare Masse |
|---|---|---|---|
| Wasserstoff | H | 1 | 1,00794 g/mol |
| Kohlenstoff | C | 6 | 12,0107 g/mol |
| Sauerstoff | O | 8 | 15,9994 g/mol |
| Verbindung | Summenformel | Zahl der Atome | Molare Masse |
| Wasserstoff | H2 | 2 | 2,01588 g/mol |
| Sauerstoff | O2 | 2 | 31,9988 g/mol |
| Wasser | H2O | 3 | 18,01528 g/mol |
| Methan | CH4 | 5 | 16,043 g/mol |
| Acetylsalicylsäure | C9H8O4 | 21 | 180,16 g/mol |
[Bearbeiten] Siehe auch
- Atomare Masseneinheit
- Mittlere Molmasse
- Molares Volumen (Molvolumen)
- Molekülmasse oder Molekularmasse oder Molekulare Masse (früher: Molekulargewicht)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ S. Ebel und H. J. Roth (Herausgeber): Lexikon der Pharmazie, Georg Thieme Verlag, 1987, S. 445, ISBN 3-13-672201-9.
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