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Lesbos – Wikipedia

Lesbos

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Dieser Artikel beschreibt die griechische Insel Lesbos. Zur gleichnamigen Präfektur siehe Lesbos (Präfektur).
Lesbos (Λέσβος)
Satellitenbild von Lesbos
Satellitenbild von Lesbos
Gewässer Mittelmeer
Geographische Lage 39° 12′ N, 26° 18′ O39.226.3968Koordinaten: 39° 12′ N, 26° 18′ O
Lesbos (Λέσβος) (Griechenland)
Lesbos (Λέσβος)
Länge 70 km
Breite 40 km
Fläche 1.635,9 km²
Höchste Erhebung Vigla (Leptimos Gebirge)
968 m
Einwohner 90.643 (2001)
55,4 Einw./km²
Hauptort Mytilini

Lesbos (griechisch Lesvos Λέσβος (f. sg.), türkisch Midilli Adası) ist eine griechische Insel in der Nordost-Ägäis. Zusammen mit Limnos und Agios Efstratios bildet sie die gleichnamige Präfektur in der Verwaltungsregion Nördliche Ägäis (Περιφέρεια Βόρειου Αιγαίου).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Insel Lesbos liegt in der Nordost-Ägäis und ist im Norden nur etwa 10 km von der türkischen Küste entfernt. Mit einer Fläche von 1.635,9 km²[1] ist sie die drittgrößte Insel Griechenlands. An der Südküste ragen zwei Buchten weit in die Insel hinein. Die höchste Erhebung ist der Olympos mit 968 m[2] Höhe.

Größte Städte sind der Hauptort der Insel Mytilini sowie Kalloni, Methymna, Plomari, Agiassos und Petra.

Methymna,Lesbos

[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung

Seit der griechischen Gemeindereform von 1997 ist die Insel Lesbos in 13 Stadtgemeinden (δήμος, Dimos) mit insgesamt 74 Gemeindebezirken untergliedert.

Name griechischer Name LAU Sitz Fläche (km²)[3] Einwohner Gemeindebezirke Postleit-
zahl
Telefon-
vorwahl
Mytilini Δήμος Μυτιλήνης 830100 Mytilini 107,460 36.196 Mytilini, Agia Marina, Alyfanda, Afalonas, Loutra, Moria, Pamfila, Panagiouda, Taxiarche 811 00 22510–2, –4
Agia Paraskevi Δήμος Αγίας Παρασκευής 830200 Agia Paraskevi 117,697 02.628 Agia Paraskevi, Napi 811 02 22530–3
Agiasos Δήμος Αγιάσου 830300 Agiasos 079,924 02.587 Agiasos 811 01 22520–2
Gera Δήμος Γέρας 830500 Pappados 086,350 06.985 Pappados, Mesagros, Paleokipos, Perama, Plakados, Skopelos 811 06 22510–8
Eresos-Antissa Δήμος Ερεσού-Αντίσσης 830600 Eresos 290,947 05.530 Eresos, Andissa, Vatoussa, Mesotopos, Pterounda, Sigri, Chidira 811 05 22530–5
Evergetoulas Δήμος Ευεργέτουλα 830700 Sykounda 088,866 03.336 Sykoundos, Asomatos, Ippio, Kato Tritos, Keramia, Lambou Myli, Mychos 811 05 22510–9
Kalloni Δήμος Καλλονής 830800 Kalloni 241,946 08.194 Kalloni, Agra, Anemotia, Arisvi, Dafia, Keramio, Parakila, Skalochorio, Filia 811 07 22530–2
Loutropolis Thermis Δήμος Λουτροπόλεως Θερμής 830900 Loutropolis Thermis 079,468 03.809 Loutropolis Thermis, Komi, Mistegna, Nees Kydonies, Pigi, Pyrgi Thermis 811 00 22510–7
Mandamados Δήμος Μανταμάδου 831000 Mandamados 119,585 03.210 Mandamados, Kapi, Klio, Pelopi 811 04 22530–6
Mithymna Δήμος Μήθυμνας 831100 Mithymna 050,166 02.433 Mithymna, Argennos, Lepetymnos, Sykaminea 811 08 22530–7
Petra Δήμος Πέτρας 831500 Petra 075,329 03.749 Petra, Lafionas, Skoutaros, Stypsi, Ypsilometopo 811 09 22530–4
Plomari Δήμος Πλωμαρίου 831600 Plomari 122,452 06.698 Plomari, Akrasio, Ambeliko, Megalochorio, Neochorio, Paleochorio, Plagia, Trygonas 812 00 22520–3
Polichnitos Δήμος Πολιχνίτου 831700 Polichnitos 172,629 05.288 Polichnitos, Vasilika, Vrisa, Lisvori, Stavros 813 00 22520–4

[Bearbeiten] Geschichte

Die Insel ist seit der Bronzezeit besiedelt. Erstmalig wurde sie in Aufzeichnungen der Hethiter als Laspa erwähnt.

In der Antike war sie bedeutend wegen der Hafenstadt Mytilene. Erwähnenswert ist die Belagerung Mytilenes im Jahr 406 v. Chr. durch die spartanische Flotte unter Kallikratidas, der den Feldherrn Konon mit dem Gros der athenischen Flotte im Hafen eingeschlossen hatte. Die Athener sandten eine Hilfsflotte und konnten die Eingeschlossenen in der Schlacht bei den Arginusen befreien.

Im Mittelalter wurde die Insel 1355 vom byzantinischen Kaiser Johannes V. Palaiologos dem genuesischen Patrizier Francesco Gattilusio als Dank für dessen Waffenhilfe im Kampf gegen den Gegenkaiser Johannes VI. Kantakuzenos als erbliche Herrschaft verliehen. Die Herrschaft der Gattilusio endete 1462 mit der Eroberung der Insel durch die Osmanen. Bis zur Unabhängigkeit Griechenlands verblieb die Insel beim Osmanischen Reich.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Lesbos von deutschen Truppen besetzt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Auf dem Weg zwischen Antissa und Sigri gibt es einen versteinerten Wald.

[Bearbeiten] Namensherleitung

In der griechischen Mythologie hieß auch der Inselpatron „Lezbos“, der Sohn des Lapithes, der Methymna heiratete.

Das Wort „lesbisch“, im Sinne von weiblich homosexuell, wird vom Namen der Insel abgeleitet, da die berühmte antike Lesvonierin Sappho in ihren Gedichten u. a. von der Liebe zu Frauen sang. Wegen dieser Anspielung ist Lesbos heute häufig touristisches Ziel von Lesben. Dies sehen die lesviotischen Behörden mit großer Skepsis, sie verweigerten früher Passagierschiffen teilweise die Einreise. In der heutigen Zeit liegt das Herzstück der Lesbenbewegung in der im Westen gelegenen Stadt Eresos, nach antiken Sagen zugleich auch Geburtsort von Sappho.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Lesbos – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Lesbos – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Lesbos, Ministerium für Handelsmarine, Ägäis und Inselpolitik, griechisch [1]
  2. 212 Lesbos, 1:70.000 (Karte). Road Editions, ISBN 978-960-8481-92-3.
  3. Griechisches Innenministerium

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