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Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den Regierungsbezirk Kaxgar (疏勒) im chinesischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Für die gleichnamige, in seinem Gebiet gelegene kreisfreie Stadt Kaxgar (喀什市), siehe Kaxgar (Stadt).
Basisdaten
Großregion: Nordwestchina
Provinz: Xinjiang
Status: Regierungsbezirk
Untergliederung: 1 kreisfreie Stadt,
10 Kreise, 1 Autonomer Kreis
Einwohner: ca. 3,51 Mio. (2003)
Fläche: 139.077 km²
Location of Kashgar City within Xinjiang (China).png
Uigurische Bezeichnung
Arabisch-Persisch (K̡ona Yezik̡): قەشقەر
Lateinisch (Yengi Yezik̡): K̡ǝxk̡ǝr
offizielle Schreibweise (VRCh): Kaxgar
andere Schreibweisen: Kashgar, Kaschgar
Chinesische Bezeichnung
Kurzzeichen: 喀什地区
Umschrift in Pinyin: Kāshí Dìqū
Umschrift nach Wade-Giles: K’a-shih
Sonntagsmarkt
Klimadiagramm von Kashgar

Kaxgar (in der Antike chin. 疏勒, Shūlè, altgriechisch möglicherweise Kasia[1]) ist ein Regierungsbezirk im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang der Volksrepublik China. Er hat eine Fläche von 139.077 km². Sein ökonomisches, kulturelles und politisches Zentrum ist die gleichnamige Hauptstadt, die kreisfreie Stadt Kaxgar. Historisch gesehen bezeichnet der Begriff ein etwas größeres Gebiet, und Kaxgar war auch die Hauptstadt der kurzlebigen Turkestanischen Republik.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Bereits in der späten Bronzezeit war die Oase von Kaxgar besiedelt. In dieser Zeit war hier die Aketala-Kultur verbreitete, die insbesondere Beziehungen zur in der Fergana verbreiteten Tschust-Kultur zeigte.

In dem ersten nachchristlichen Jahrhundert war Kaxgar Zentrum eines mächtigen Reiches, das große Teile des westlichen Tarim-Beckens sowie wohl auch Gebiete westlich des Pamir-Gebirges beherrschte.

Im Juli 2009 wurde bekannt, dass die chinesischen Behörden große Teile der Altstadt von Kashgar-Stadt abreißen wollen. Offiziell wird diese Maßnahme mit dem Schutz vor Erdbeben begründet.[2] Exiluiguren und weltweite Menschenrechtsorganisationen verurteilten diesen Schritt als Angriff auf die uigurische Kultur und Geschichte und als weiteren Schritt zur Sinisierung der uigurischen Bevölkerung. Die Oasenstadt Kashgar gilt immer noch als „geheime Hauptstadt“ der Uiguren.[3]

[Bearbeiten] Administrative Gliederung

Der Regierungsbezirk setzt sich aus einer kreisfreien Stadt, zehn Kreisen und einem Autonomen Kreis zusammen:

  • Stadt Kaxgar (喀什市 Kāshí Shì ), 96 km²,
  • Kreis Shufu (疏附县 Shūfù Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Tokkuzak (托克扎克镇), 4.140 km²,
  • Kreis Shule (疏勒县 Shūlè Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Shule (疏勒镇), 2.486 km²,
  • Kreis Yengisar (英吉沙县 Yīngjíshā Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Yengisar (英吉沙镇), 4.300 km²,
  • Kreis Poskam (泽普县 Zépǔ Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Zepu (泽普镇), 923 km²,
  • Kreis Yarkant (莎车县 Shāchē Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Shache (莎车镇), 7.960 km²,
  • Kreis Kargilik (叶城县 Yèchéng Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Kargilik (喀格勒克镇), 29.268 km²,
  • Kreis Makit (麦盖提县 Màigàití Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Makit (麦盖提镇), 10.256 km²,
  • Kreis Yopurga (岳普湖县 Yuèpǔhú Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Yopurga (岳普湖镇), 2.703 km²,
  • Kreis Payzawat (伽师县 Jiāshī Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Barin (巴仁镇), 6.667 km²,
  • Kreis Maralbexi (巴楚县 Bāchǔ Xiàn ), Hauptort: Großgemeinde Bachu (巴楚镇), 18.807 km²,
  • Tadschikischer Autonomer Kreis Taxkorgan (塔什库尔干塔吉克自治县 Tǎshíkù'ěrgān), Hauptort: Großgemeinde Taxkorgan (塔什库尔干镇), 52.300 km².

[Bearbeiten] Ethnische Gliederung der Bevölkerung des Regierungsbezirks Kaxgar (2000)

Laut Zensus des Jahres 2000 hatte der Regierungsbezirk 3.405.713 Einwohner (Bevölkerungsdichte: 24,34 Einwohner/km²).

Name des Volkes Einwohner Anteil
Uiguren 3.042.942 89,35%
Han 311.770 9,15%
Tadschiken 33.611 0,99%
Kirgisen 5.078 0,15%
Hui 5.046 0,15%
Usbeken 2.496 0,07%
Tujia 829 0,02%
Miao 649 0,02%
Mongolen 634 0,02%
Tibeter 530 0,02%
Zhuang 521 0,02%
Sonstige 1.607 0,05%

[Bearbeiten] Gebäude

Die große Heytgah-Moschee, die größte in China, liegt im Herzen der Stadt. Ferner befindet sich das Apak-Hodscha-Mausoleum, dass im 13. Jahrhundert gebaut wurde, in Kaxgar. Im Mausoleum sind fünf Generationen seiner Familie begraben. Er herrschte über Kuqa, Aksu, Korla, Yarkand, Hotan und Kaxgar.

Die 18 m hohe Statue von Mao Zedong ist eine der größten in China.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ptolemäus, Geographike Hyphegesis, 15.3A, nach: Étienne de la Vaissière: The Triple System of Orography in Ptolemy’s Xinjiang. In: Werner Sundermann, Almut Hintze und François de Blois (Hrsg.): Exegisti monumenta. Festschrift in honour of Nicholas Sims-Williams. Harrassowitz, Wiesbaden 2009. ISBN 978-3-447-05937-4, Seite 530
  2. Building a new Old City in Kashgar. Danwei (1. Juli 2009). Abgerufen am 13. Juli 2009.
  3. Anschlag auf ein Menschheitserbe. Der Tagesspiegel (10. Juli 2009). Abgerufen am 18. Juli 2009.
39.4575.983333333333

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