HasenbergsteigeDie häufigsten Suchanfragen:Was heisst eBay Was heisst Google Was heisst IPhone Was heisst B2C Was heisst WLAN Was heisst Weihnachten Was heisst China Was heisst Vespa Was heisst Hubraum Was heisst Trojaner Was heisst Usenet48.763969.140695
Koordinaten: 48° 46′ N, 9° 8′ O
Der Hasenberg liegt am westlichen Rand des Stuttgarter Stadtgebiets und gehört mit 453 m zu den höchsten Stuttgarter Erhebungen. Er bildet den oberen Abschluss eines Höhenrückens, welcher die parallel verlaufenden Täler, nämlich linker Hand das Nesenbachtal, entlang des Stadtbezirks Stuttgart-Süd mit seinem Stadtteil Heslach, und rechter Hand das Vogelsangtal zugehörig zum Stadtbezirk Stuttgart-West trennt. Mit Blick aus der Innenstadt, beginnt hinter dem Hasenberg der Rot- und Schwarzwildpark, das größte zusammenhängende Waldgebiet der Landeshauptstadt. Vorgelagert zum Innenstadtbereich liegt die Karlshöhe. Der Hauptzugang zum Hasenberg beginnt westlich und unweit der Innenstadt am Johann-Sebastian-Bach-Platz. Einzig wegen seines prachtvollen Gänsepeterbrunnens aus dem Jahr 1901 charakterisiert sich diese Stelle überhaupt als Platz, denn im Übrigen ist er eine einfache Straßenkreuzung. Im weiteren Verlauf führt die Hasenbergsteige als Scheitelstraße auf den bisweilen recht steil ansteigenden Berg. Die Hasenbergsteige bildete den ehemaligen Hauptverkehrsweg nach Calw[1], an dem früher Wein angebaut wurde und heute die Grenze der oben genannten Stadtbezirke stellt. Weiter im Anstieg überquert man den Schwabtunnel, dessen Nordportal über Treppen direkt mit der Hasenbergsteige verbunden ist. Passiert werden danach eine Aussichtsplattform, die großartige Blicke ins Vogelsangtal und den Norden sowie über das Stadtgebiet in Ostrichtung freigibt, und der Zugang zum beliebten Panoramaweg Blauer Weg, der parallel zur Straße an der linken Hangseite sich fortzieht und Südblicke ermöglicht. Außerdem wird der Kopf der Osianderstraße passiert als ehemaliger Querverbindung zum damaligen Westbahnhof, und letztlich im obersten Abschnitt die Grünanlage eines farbenfrohen Skulpturenparks. Endpunkt ist ein Waldparkplatz nebst Kinderspielplatz.
[Bearbeiten] Wohnen und Wirken auf dem Hasenberg / Die HasenbergsteigeDer Hasenberg mit seiner Hangbauweise gilt als erstklassige Wohnlage Stuttgarts. Wo heute weitgehend Familieninitialen die Briefkästen schmücken, wohnten bereits Anfang des 19. Jahrhunderts Verleger, Architekten, Bau-, Kommerzien- und Hofräte sowie Fabrikanten. Diese Zeit begründete das heutige "Villenmuseum". Der Gegensatz zwischen Talbebauung und Hanglage wurde hier früh und eindrucksvoll gegenwärtig. Die Frage des sozialen Prestiges gipfelte schnell in der Feststellung: "Wir da oben, ihr da unten". Oben liegt die aristokratische Hasenbergsteige, unten das Sinnbild des einfachen Volkes, die Hasenbergstrasse.
Die Hasenbergsteige 3 war Wohn- wie Geschäftshaus des Verlegers Ferdinand Enke. Bei diesem Bau handelt es sich um einen stilreinen italienischen Renaisance-Palazzo. Laut Denkmalliste gilt der 1878/79 geschaffene Bau als "Dokument gründerzeitlicher Profanbaukunst". Sein Architekt Braunwald hatte bereits die Nr. 5 der Hasenbergsteige gebaut (1872/73). Weitere Villen wurden von namhaften Architekten errichtet, wie Ludwig Eisenlohr, Carl Weigle, Albert Eitel oder Eugen Steigleder. [Bearbeiten] Schwabtunnel und HasenbergtunnelDer Hasenberg wird mit der Schwabstrasse durch den Schwabtunnel (offiziell heißt er Schwabstraßentunnel) durchbrochen. Das Werk des Architekten Karl Kölle galt ehemals als erster Stadttunnel Deutschlands und breitester (10,50 m) Tunnel Europas[9]. Er wurde im Jahre 1896 eröffnet. Es gibt zwei Eisenbahntunnel namens Hasenbergtunnel durch den Hasenberg. Der eine ist der 1879 eröffnete 258 Meter lange Hasenbergtunnel der Gäubahn. 1985 wurde der ebenfalls Hasenbergtunnel genannte 5500 Meter lange Tunnel der Verbindungsbahn (Stuttgart) eröffnet. Er führt von der Stuttgarter Innenstadt zur Filderebene hinauf. Er ist Bestandteil einer Tunnelverbindung mit einer Gesamtlänge von knapp 8.800 Metern und galt bis zur Eröffnung des Landrückentunnels 1991 als der längste Eisenbahntunnel Deutschlands. [Bearbeiten] HasenbergturmMarkantes Wahrzeichen des Hasenbergs war der Hasenbergturm. Sein Bau datiert aus dem Jahr 1879 und ging auf die Initiative des Verschönerungsvereins Stuttgart zurück. Im Stil des Mittelalters konzipiert, verwirklichte sich an ihm der spätere Ulmer Münster-Baumeister August Beyer unter Verwendung roten Gerlinger Sandsteins[10]. Somit wurde die Idee realisiert, einen interessanten Aussichtsturm für die Bevölkerung zu erstellen. Andere Standorte, wie der nahe liegende Birkenkopf bzw. der ebenfalls auf dem Berg liegende Stadtbezirk Degerloch waren ebenfalls im Gespräch. Seine Einweihung nahm erwartungsgemäß den Charakter eines Volksfestes an. Bis zum Jahre 1936 wurden mehr als 500.000 Besucher gezählt, die die 184 Stufen erklommen hatten. Ursprünglich 36 Meter hoch, fiel der Turm 1943 dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Dies in der Weise, als er aus strategischen Gründen gesprengt wurde, um feindlichen Luftangriffen der Alliierten keine Orientierungshilfe geben zu können. Mit seiner Spitze war er seinerzeit die höchste Erhebung im Stadtgebiet und weithin bestens sichtbar. Die Sprengung erfolgte am 24. März 1943 um 9 Uhr morgens. Übrig blieb ein lediglich fünf Meter hoher Stumpf, der völlig unscheinbar im Wald versteckt liegt. Unterhalb des Turms auf einer Aussichtsplattform lag bis 1944 auch das Jägerhaus, ein beliebtes Ausflugslokal aus dem Jahr 1852. Es wurde kriegsbedingt ebenso zerstört, wie das im von C. F. von Leins angelegten Park errichtete Denkmal zu Ehren des Dichters Wilhelm Hauff. Im gleichen Jahr erlosch auch die Existenz des Korbmöbelhotels. Das letzte Ausflugslokal Waldhaus auf dem Hasenberg wurde als nicht sanierungsfähig, 2008 geschlossen. Ihm droht der Abriss. [Bearbeiten] Die HasenbergstationKaum mehr bekannt ist die Hasenbergstation. Erstellt im Jahre 1889 trug sie den Namen bis 1895, mithin für 6 Jahre. Danach wurde die Station umgetauft in den mittlerweile aufgelassenen Bahnhof Stuttgart West. Es handelte sich um einen Bahnhof der Gäubahn (Stuttgart–Singen) (Panoramabahn), welcher 1985 für den Personen- und 1993 schließlich auch für den Güterverkehr geschlossen wurde. Heute passieren die Stelle planmäßig ausschließlich Personenzüge – ohne Halt. Die Station Hasenberg selbst gestaltete sich als einfaches Gebäude mit 48 m Länge, und drei spitzen Giebeln und Arkaden. Anfänglich diente die Station ausschließlich dem Personen- und Gepäckverkehr, dabei gelegentlich auch zur Entlastung des Hauptbahnhofs. Die Zufahrt stellte die eigens dazu gebaute Rothenwaldstraße (heute Rotenwaldstraße) sicher. Das alte Bahnhofsgebäude wurde 1960 abgerissen und 1962 durch einen Flachdachbau ersetzt. Das Amtsblatt würdigte: "Das eingeschossige Empfangsgebäude schmiegt sich harmonisch an den Hasenberg an." Die sukzessive Auflassung des Bahnhofs in den 1980er- und -90er-Jahren führten zur Aufgabe der Bahnhofsgaststätte und diverser Läden, bis hin zum Abriss des Gesamtensembles. Außer einem denkmalgeschützten Stellwerk deutet heute nichts mehr auf die frühere Bedeutung der Hasenbergstation hin. [Bearbeiten] Trivia
[Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
48.763969.140695453
Koordinaten: 48° 46′ N, 9° 8′ O
Stadtbezirke und Liste aller 152 Stadtteile der Landeshauptstadt Stuttgart
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