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Das US-amerikanische Unternehmen eBay Inc. betreibt das weltweit größte Internetauktionshaus. Das Unternehmen wurde am 3. September 1995 von Pierre Omidyar in San José (Kalifornien) unter dem Namen AuctionWeb gegründet. Auch in Europa, darunter Deutschland, sowie der Schweiz und Österreich bietet das Unternehmen seine Dienstleistungen an. Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Angebot von einem Consumer-To-Consumer-Marktplatz mit flohmarktähnlichem Charakter zu einer Business-To-Consumer-Plattform, d. h. es wird zunehmend Neuware von kommerziellen Händlern angeboten, im Unterschied zu den Gebrauchtwaren privater Anbieter.
[Bearbeiten] UnternehmenDer Expansionskurs von eBay seit Gründung in den USA umfasst folgende Stationen:
[Bearbeiten] Zahlen und Fakten
Der nach Firmenangaben derzeit umsatzstärkste Anbieter von Internetauktionen soll über ungefähr 276 Millionen angemeldete Mitglieder weltweit verfügen, die online Waren kaufen oder verkaufen. Laut eBay betrug das Handelsvolumen im vierten Quartal 2008 weltweit 13,646 Milliarden US-Dollar. Das gesamte Handelsvolumen 2008 betrug 59,649 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2008 gab es laut eBay weltweit rund 516.000 eBay-Shops (rund 294.000 eBay-Shops in den USA und 222.000 eBay-Shops auf den internationalen eBay-Seiten). Das Unternehmen sei in 38 Nationen mit einem länderspezifischen Auftritt präsent. Dort sollen über 83 Millionen aktive Nutzer in mehr als 50.000 Kategorien miteinander Handel treiben. Der teuerste Artikel, der weltweit bei eBay verkauft wurde, war ein Firmenjet für 4,9 Millionen US-Dollar. Insgesamt gibt es ca. 1,394 Milliarden Aktien. Der Börsenwert von eBay betrug am Stichtag 26. März 2008 rund 25,62 Milliarden Euro (bei einem Aktienkurs von 18,38 Euro an der Frankfurter Börse). [Bearbeiten] eBay DeutschlandDer deutsche Vorläufer von eBay wurde 1999 in Berlin unter dem Namen Alando von sechs Unternehmern, darunter drei Brüdern, gegründet. Schon sechs Monate später kaufte die amerikanische eBay-Gesellschaft das Unternehmen für 43 Millionen US-Dollar. Mitte 2000 wurde der Geschäftssitz in den Europarc Dreilinden in Kleinmachnow verlegt. Vertragspartner der eBay-Mitglieder mit Wohnsitz oder Sitz in der EU ist nach eBays allgemeinen Geschäftsbedingungen die luxemburgische eBay Europe S.à r.l., außerhalb der EU und der USA die schweizerische eBay International AG mit Sitz in Bern. Geschäftsführer bei eBay Deutschland ist seit dem 1. März 2008 Frerk-Malte Feller.
Deutschlandzentrale in Kleinmachnow
In Deutschland finanziert sich eBay über eine sogenannte Angebotsgebühr, die seit September 2008 zwischen 0,01 Euro und 4,80 Euro je Artikel liegt (abhängig vom gewählten Auktionsformat und Startpreis – teilweise entfällt seit Februar 2008 die Angebotsgebühr), sowie über eine Provision in Höhe von zwei bis zu zwölf Prozent, die dem Verkäufer bei einem erfolgreichen Verkauf in Rechnung gestellt wird. Ein erheblicher Anteil des Konzernumsatzes wird von den so genannten eBay-Partnern (auch Affiliates genannt) generiert. Diese vermitteln potenzielle Kaufinteressenten an eBay und erhalten im Gegenzug Provisionen (siehe Weblinks). Um interessierte Verkäufer an eBay heranzuführen, wurden Verkaufsagenten (Händler auf Kommissionsbasis) etabliert. Die meisten dieser Händler sind Einzelkämpfer, jedoch gibt es auch einige größere Unternehmen, die bundesweit (Dropshop.de, Clevereasy.de, beide heute eingestellt) oder gar europaweit (auktionsbote.de, laut Homepage ebenfalls eingestellt) arbeiten. Vorbild für dieses Unternehmenskonzept ist Auctionsdrop aus den USA. Bereits 2005/2006 verschwanden aber bereits viele dieser Verkaufsagenten wieder. Besonders aktive Händler (Mindestumsatz 3.000,00 Euro/Monat bzw. 300 verkaufte Artikel/Monat) erhalten den Status PowerSeller. EBay Deutschland verzeichnete im 1. Quartal 2006 etwa 20 Millionen Mitglieder und ist somit Marktführer[9] im Elektronischen Handel. Allerdings gelten mehr als die Hälfte der Mitglieder als Karteileichen, die seit mindestens 12 Monaten keine Verkäufe bzw. Käufe durchgeführt haben. Im Mai 2009 vermeldete eBay in Deutschland über 14,5 Millionen aktive Mitglieder. Durchschnittlich sollen ständig mehr als 30 Millionen Artikel im Angebot sein. Zwei Drittel davon können laut eBay mit PayPal bezahlt werden. Der Anteil verkaufter Artikel von gewerblichen und privaten Verkäufern soll jeweils ca. 50 Prozent betragen. Die gewerblichen Händler bei eBay Deutschland (ca. 159.000) erzielten von April 2008 bis März 2009 ein Handelsvolumen von 3,1 Milliarden Euro, davon machten Exporte rund 435 Millionen Euro aus. Es gibt laut eBay über 65.000 eBay-Shops in Deutschland und rund 12.000 PowerSeller. Verkauft wird auf dem deutschen eBay-Marktplatz:
Mehr als 64.000 Menschen in Deutschland verdienen einen maßgeblichen Teil ihres Lebensunterhalts über eBay.[10] Nach geltender Rechtsprechung werden auf eBay in Deutschland keine Auktionen, sondern reguläre Verkäufe durchgeführt. Dies hat zur Folge, dass viele Gesetze zum Schutz der Verbraucher (z. B. bzgl. Widerrufsfristen und Haftung bei Verlust der Ware) gelten. Insofern ist eBay kein Auktionshaus, sondern Vermittler von Verkäufen. [Bearbeiten] KonkurrentenIn den meisten Regionen ist eBay de facto konkurrenzlos. Als Auktionshäuser gibt es diverse durchweg wesentlich kleinere Anbieter, die sich jeweils auf ein Land und oft auch spezielle Fachgebiete spezialisiert haben. Teilweise versuchen diese durch niedrigere Gebühren oder andere Auktionskonzepte (etwa eine von der Zahl der Gebote abhängigen Restdauer) Kunden zu gewinnen.[11] Derartige Anbieter in Deutschland sind beispielsweise hood.de oder AuVito mit 5,33 Millionen Besuchern (laut AGOF Internetfacts III/2007). In der Schweiz ist Ricardo der größte Internet-Auktionsmarktplatz, welches auch den früheren Marktführer in Österreich OneTwoSold übernommen hat (jetzt ricardo.at). In Polen ist Allegro Marktführer, in China wurde eBay durch Taobao verdrängt. Als Handelsplattform ist vor allem amazon.com als Konkurrent zu nennen, bei denen allerdings die Preise klassisch vom Verkäufer festgelegt werden. Mit dem lateinamerikanischen Konkurrenten MercadoLibre aus Argentinien kooperiert eBay seit 2001. So ist eBay in den Ländern, in denen MercadoLibre aktiv ist, nicht präsent und umgekehrt. Zudem ist eBay seit diesem Jahr an MercadoLibre beteiligt.[12] [Bearbeiten] GeschäftsprozesseDie Geschäftsidee von eBay besteht darin, eine Internet-Plattform für den Verkauf von beliebigen Waren zur Verfügung zu stellen. Die Firma eBay selbst tritt dabei nur als Vermittler eines Kaufvertrags zwischen Verkäufer und Käufer auf. Entsprechend erfolgt die Abwicklung einschließlich Bezahlung und Versand ohne die Beteiligung von eBay. Die Nutzung der Plattform kostet den Verkäufer eine Gebühr, für den Käufer ist sie dagegen kostenlos. Für den Verkauf werden drei Konzepte angeboten:
[Bearbeiten] MitgliedschaftUm über eBay eine Ware zu kaufen oder verkaufen, muss man formal Mitglied werden. Mit dieser durch ein Passwort abgesicherten Mitgliedschaft wird in der Datenbank von eBay eine www-Seite angelegt, die neben den für den Versand nötigen Daten weitere Funktionen enthält. So kann der jeweilige Eigentümer dort den Stand seiner Auktionen einsehen oder einem anderen Mitglied eine Nachricht zukommen lassen. Dieser „Mein eBay“ genannte Bereich dient damit eBay als Kundenbindung. [Bearbeiten] RechtlichesEBay-Auktionen sind in Deutschland laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs (Az. VIII ZR 375/03) keine Auktionen im juristischen Sinne, sondern Kaufverträge, die bei Angebotsende rechtswirksam werden. Dies hat zur Folge, dass der Ausschlussgrund des § 312d IV Nr. 5 BGB nicht greift und damit ein gegebenes Widerrufsrecht nicht ausgeschlossen ist.[14] Unter den Verkäufern ist es wichtig zu unterscheiden, ob diese gewerblich oder privat Waren anbieten. Gewerbliche Verkäufer müssen anders als Privatleute den Käufern ein Widerrufs- und Rückgaberecht einräumen. Bei gebrauchten Waren mindestens 12 Monate Gewährleistung und bei Neuware 24 Monate. Eine genaue Grenze zu gewerblichen Anbietern ist derzeit noch schwierig, und in Streitfällen entscheiden die Gerichte unterschiedlich. Allerdings weisen Merkmale wie mehr als 40 Verkäufe in wenigen Monaten oder der Status PowerSeller auf gewerbliche Aktivitäten hin, ebenso intensive Werbeaussagen. Beispielfälle, in denen die Gerichte auf gewerbliches Handeln entschieden:
[Bearbeiten] BewertungssystemEine Auktionsplattform im Internet hat grundsätzlich das Problem, dass Käufer und Verkäufer keinen persönlichen Kontakt haben und beide Gruppen unüberschaubar groß sind. Ein Verkäufer, der defekte Ware liefert, hätte gute Chancen, wiederholt gutgläubige Käufer zu finden. Das gleiche gilt für einen Kunden, der die gekaufte Ware nicht abnimmt. Um dieses Problem zu reduzieren, haben Online-Auktionshäuser wie eBay ein Bewertungssystem eingeführt, das es beiden Seiten nach jedem Kauf ermöglicht, den Vorgang zu beurteilen. Bei eBay kann dazu ein Kommentar und eine Kennzeichnung „positiv“, „neutral“ oder „negativ“ abgegeben werden. Verkäufer können seit dem 22. Mai 2008 nur noch „positiv“ bewerten.[17] Die Gesamtpunktzahl (erhaltene positive Bewertungen minus erhaltene negative Bewertungen während der gesamten Dauer der Mitgliedschaft) wird zusammen mit einem Prozentsatz (errechnet aus der Anzahl aller positiven oder neutralen Bewertungen geteilt durch die Summe aller erhaltenen Bewertungen; nur innerhalb der letzten zwölf Monate) hinter dem Benutzernamen ausgewiesen. Seit Mai 2007 ist zusätzlich eine differenziertere Verkäuferbewertung der Kriterien Artikel wie beschrieben, Kommunikation, Versandzeit und Versand- und Verpackungsgebühren möglich: Für jedes dieser Kriterien sind maximal fünf Sterne zu vergeben. Die durchschnittlichen Werte werden im Mitgliedsprofil detailliert angezeigt und lassen sich — anders als die klassische Bewertung — auch vom bewerteten Mitglied nicht dem Bewerter zuordnen. Die Bewertungen, Kommentare und innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch die zugrundeliegenden Angebote sind für jedermann einsehbar. EBay-Mitglieder können die über sie abgegebenen Kommentare und die Auktionen, an denen sie beteiligt waren, allerdings auch verbergen. Die durchschnittliche Bewertung eines Verkäufers hat verschiedene Auswirkungen auf dessen Angebote. EBay behält sich vor, Verkäufer mit vielen negativen Bewertungen zur Verwendung des hauseigenen Bezahldienstes PayPal zu verpflichten. Außerdem sollen künftig in der Darstellung von Suchergebnissen Angebote von besser bewerteten Anbietern vor denen schlechter bewerteter Anbieter angezeigt werden.[18] Bei Streitigkeiten, oder wenn etwa Beleidigungen erfolgten, kann die Streichung der gegenseitigen Bewertungskommentare bei eBay beantragt werden. Weiterhin ist es möglich, den von der anderen Seite abgegebenen Kommentar noch einmal zu kommentieren. Bewertungen auf eBay waren mit dem Argument der Rufschädigung Auslöser von gerichtlichen Auseinandersetzungen in Deutschland.[19] [Bearbeiten] Weitere DiensteZusätzlich zur eigentlichen Auktion bietet eBay Serviceleistungen rund um die Abwicklung des Kaufes an. Die Zahlung kann über das Online-Bezahlsystem PayPal abgewickelt werden, das eine Tochter von eBay gegen Gebühr betreibt und vom Verkäufer explizit in der Auktion als Option abgewählt werden muss. Für den Versand der Waren werden auf den Auktionsseiten Links zu verschiedenen Versandunternehmen vorgehalten. EBay Express ist ein von eBay gegründeter Onlineshop. Anders als bei eBay gibt es keine Auktionen, sondern es werden nur Neuwaren von geprüften gewerblichen Anbietern verkauft. Alle Waren werden per „Sofort kaufen“ verkauft, so dass das Bieten auf einen Artikel entfällt. Als Kunde hat man, wie in anderen Onlineshops auch, einen virtuellen Warenkorb. Diesen kann man mit verschiedenen Artikeln unterschiedlicher Anbieter füllen und alles auf einmal bezahlen. Weiterhin sind alle Angebote unbegrenzt durch einen Käuferschutz gesichert. Im März 2008 wurde bekannt, dass der „Express“-Dienst am 23. April 2008 eingestellt wird, begründet seitens eBay mit „Reaktionen unserer Käufer und Verkäufer“. Mit der eBay-Kreditkarte (MasterCard) werden bei jedem Einsatz der Kreditkarte eBay-Bonuspunkte gesammelt (für einen Euro vier Punkte, ein Punkt hat einen Wert von 0,5 Cent). Sobald 2000 eBay-Bonuspunkte gesammelt sind, erhält der Kreditkarten-Inhaber automatisch per E-Mail einen 10-Euro-PayPal-Gutschein. Ein PayPal-Konto vorausgesetzt, kann dieser Gutschein beim nächsten Einkauf auf eBay eingelöst werden. Die Commerzbank AG ist Herausgeber der eBay-Kreditkarte und Vertragspartner für die Kreditkartenleistungen. EBay ist Vertragspartner für das Bonuspunkte-Programm. [1] [Bearbeiten] Kritik[Bearbeiten] BewertungssystemDas Bewertungssystem soll dazu dienen, die Vertrauenswürdigkeit eines eBay-Nutzers abzuschätzen.[20] Anwender weisen darauf hin, dass die Veröffentlichung der Bewertung erst nach Abschluss der Gegenbewertung mehr Transparenz schaffen könnte.[21] Seit Mai 2007 ist eine differenziertere Verkäuferbewertung möglich, die diese Forderung teilweise erfüllt (s. Hauptabs. „Bewertungssystem“). Im Juni 2007 wurden Fälle bekannt, in denen eBay die Negativbeurteilungen von Verkäufern löschte, nachdem die Verkäufer behauptet hatten, ihr eBay-Zugang sei ausgespäht worden. Tatsächlich aber waren die Verkäufer Betrüger, die damit gutgläubige Kunden weiter schädigen konnten, so dass am Ende ein Schaden von 130.000 € entstanden war.[22] In anderen Fällen berichteten Benutzer, dass die Konten betrügerischer Anbieter erst mit deutlicher Verzögerung durch eBay gesperrt worden seien. [Bearbeiten] GrundsätzeImmer wieder in der Kritik sind auch die vielen Grundsätze zum Verkaufen und Einstellen von Artikeln, die von eBay für den Kunden intransparent ausgelegt werden. So ist es aktuell beispielsweise nur dann erlaubt, das iPhone von Apple einzustellen, wenn der eBay-eigene Zahlungsdienst PayPal als Zahlungsmethode angeboten wird.[23] Dieselbe Beschränkung betrifft auch Angebote spezieller Militaria-Rubriken und generell alle Angebote von Verkäufern, die die von eBay festgelegten Qualitätskriterien nicht erfüllen [24]. eBay verweist in diesem Zusammenhang auf die Sicherheit für den Käufer. Ein Beispiel für die willkürliche Auslegung der eigenen Richtlinien und Grundsätze ist, dass eBay aktuell keine indizierten Spiele löscht, deren Verkauf in der Währung britisches Pfund, respektive über die britischen eBay-Seiten angeboten wird. Die Tatsache, dass der Versand innerhalb Deutschlands erfolgt, der Artikelstandort Deutschland ist und diese Angebote auch auf den deutschen eBay-Seiten gelistet werden, ohne dass eine ausreichende Differenzierung stattfindet, wird hier vernachlässigt. Indizierte Medien dürfen in Deutschland derzeit weder öffentlich verkauft noch beworben oder Minderjährigen zugänglich gemacht werden. Des weiteren reagiert eBay nicht oder sehr träge auf Betrugsmeldungen bei Verkäufern, beispielsweise Plagiate von Tonträgern und ähnliches. [25]Die richtige Stelle zum Melden solcher Aktivitäten ist sehr schwer aufzufinden. Eine Reaktion erfährt man kaum, außer der Standardaussage man müsse es selbst mit dem Verkäufer klären. Eine Verwarnung wegen eines nichtbezahlten Artikels erhält ein Käufer indessen sehr schnell und unproblematisch[26]. [Bearbeiten] Sicherheitslücken und QualitätsmanagementImmer wieder kommen auch Sicherheitsmängel der eBay-Software zutage, die teilweise nur zögerlich behoben werden.[27][28][29] Ein Qualitätsmanagement, das es ermöglichen würde, Fehler oder Unzulänglichkeiten in der Funktion der Software oder in den Abläufen zu melden, fehlt bei eBay. Entsprechende Hinweise per E-Mail werden meist nur mit Standardbriefen beantwortet.[30] [Bearbeiten] Handelsbeschränkungen nach US-RechtBeim Handel mit Waren aus Kuba gilt, dass eBay Deutschland – ebenso wie eBay Österreich und eBay Schweiz – als Tochterunternehmen eines US-amerikanischen Konzerns „denselben Handelsbeschränkungen unterliegt wie die Muttergesellschaft“. Folgerung: „Daher dürfen grundsätzlich nur solche kubanischen Artikel bei eBay angeboten werden, die ‚informativ‘ oder ‚lizenziert‘ sind oder die vor dem Inkrafttreten des US-Handelsembargos gegen Kuba am 8. Juli 1963 auf den Markt gekommen sind.“ So ist es zum Beispiel nicht möglich, kubanische Zigarren auf eBay anzubieten[31]. [Bearbeiten] Einschränkungen für VerkäuferSeit Oktober 2009 dürfen Verkäufer für ihre Artikel in den besonders beliebten Produktkategorien keine Versandkosten mehr verlangen. Sie sind somit dazu verpflichtet, kostenlosen Versand anzubieten und die Versandkosten selbst zu tragen. eBay begründet diese Vorgabe damit, dass Versandkosten viele Kunden vom Onlinekauf abhielten. Außerdem wären Versandkosten in der Vergangenheit häufig Grund zum Ärger bei Kunden, wenn Händler versuchten, durch hohe Versandkosten zusätzlich Geld einzunehmen. Die neue Regelung soll für mehr „Transparenz und Fairness“ sorgen.[32] Dies stieß von Seiten der Verkäufer auf Kritik, denn vor allem für private Händler sind eBay-Auktionen für Waren der betroffenen Kategorien weniger lukrativ, wenn nicht sogar -bei geringwertigen Waren- ein Verlustgeschäft. Aber auch viele Käufer befürchten höhere Kosten, da nun die bisher gängige Praxis, beim Kauf mehrerer Artikel von einem Verkäufer die Versandkosten zu reduzieren, nicht mehr möglich ist.[33] Der Verkäufer hat also die Wahl den Artikel einstellgebührenfrei mit einem Euro Startpreis anzubieten, mit der Gefahr auf einem Teil der Versandkosten sitzenzubleiben, oder einen höheren Startpreis zu wählen um zumindest die Versandkosten vorab abzusichern, was jedoch mit höheren Einstellgebühren verbunden ist. Die Pflicht in bestimmten Kategorien kostenlosen Versand anzubieten wurde am 8. Februar 2010 durch festgelegte Versandobergrenzen in diesen Kategorien ersetzt.[34] [Bearbeiten] TriviaImmer wieder kommt es bei eBay zu kuriosen Auktionsangeboten. Das Unternehmen selbst nimmt eine distanzierte Position zu derartigen Versteigerungen ein, und unzulässige Auktionen werden meist vor Ablauf der Einstelldauer von eBay gelöscht. Großes Medieninteresse finden solche Auktionen, wenn sie ein aktuelles Zeitgeschehen aufgreifen oder besonders hohe Gebote erhalten.[35] Bekannt wurde u. a. im Frühjahr 2005 ein VW Golf IV, der früher dem späteren Papst Benedikt XVI. gehört hatte und für fast 190.000 Euro versteigert wurde. [Bearbeiten] In den Medien[Bearbeiten] Filme
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
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